Nicht alle Bauarbeiten laufen planmässig

07.08.2018
Während die Bauarbeiten am Lauitorstutz planmässig verlaufen, ergeben sich am Berntorplatz Verzögerungen.

Im Rahmen des Projekts Verkehrszukunft Thun sanieren der Kanton Bern, die Stadt Thun und die Energie Thun AG den Berntorplatz und den Lauitorstutz. Die Bauetappe 2018 am Lauitorstutz ist wie geplant bis zum Ausschiesset vom 21. September abgeschlossen. Allerdings verzögern sich die umfangreichen Werkleitungsarbeiten am Berntorplatz aufgrund diverser ungünstiger Rahmenbedingungen bis Ende  November 2018. Gründe für die Verzögerung sind archäologische Funde, witterungsbedingte Arbeitsunterbrüche sowie unerwartete geologische Schwierigkeiten. Dank der engen und konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten jedoch Lösungen gefunden werden, welche die Beeinträchtigungen der Bauabläufe und des Verkehrskonzeptes auf ein Minimum begrenzen, ohne dabei die Verpflichtung gegenüber dem geschichtlichen Erbe der Stadt aus den Augen zu verlieren.

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern begleitet die Arbeiten am Berntorplatz, da diese in einem für die mittelalterliche Stadtgeschichte sehr bedeutenden Bereich stattfinden und Mauerreste der Thuner Stadtbefestigung betreffen (vgl. Infobox). Das Kantonale Denkmalpflegegesetz verpflichtet alle Beteiligten, mit den Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung möglichst pfleglich umzugehen und Zerstörungen auf ein Minimum zu begrenzen. Weil aus technischen sowie wirtschaftlichen Gründen ein Verlust nicht zu vermeiden ist, legt der Archäologische Dienst die erstaunlich gut erhaltenen Mauerabschnitte vor dem Abbruch frei und dokumentiert sie. Für den Bauablauf bedeuten diese Interventionen zeitliche Verzögerungen und Umplanungen.

Auch einzelne starke Regenfälle führten Ende Mai und anfangs Juni zu Arbeitsunterbrüchen. Die grossen Regenwassermengen müssen auch während der Bauzeit, zusammen mit dem Abwasser der Liegenschaften, abgeleitet werden, damit keine Rückstaus in den Häusern entstehen. Zudem stiessen die Bauunternehmer unerwarteterweise auf dicht gelagerte Sandsteinfelsen, die den Grabenaushub erschwerten, wodurch die Arbeiten mehr Zeit in Anspruch nahmen.

Trotz der unerwarteten Erschwernisse kann der Ausschiesset vom 21. September wie geplant stattfinden, ebenso wie vorgängig das Thunfest und der Thuner Stadtlauf. Stadt und Kanton sind zudem bestrebt, die Verkehrseinschränkungen nach dem 21. September so gering wie möglich zu halten. Die Marktgasse sowie die Untere Hauptgasse werden daher für den Individualverkehr wieder freigegeben. Die Busse der STI AG verkehren weiter in beide Richtungen über die Grabenstrasse statt die Marktgasse. Die öffentlichen Parkplätze an der Marktgasse stehen wieder zur Verfügung. Die Burgstrasse ist ab dem 21. September zwischen dem Lauitorkreisel und der Einmündung Krankenhausstrasse (Höhe Burgstrasse 10) wieder in beide Richtungen befahrbar. Die einspurige Verkehrsführung des Individualverkehrs über den Berntorplatz bleibt voraussichtlich bis in die zweite Hälfte November bestehen. Ebenso bleibt die provisorische Haltestelle „Thun Bahnhof“ der STI-Linien 2, 3 und 5 bis Ende November bestehen (vgl. Übersicht Verkehrsführung in der Beilage).

 Die zweite, verkürzte Bauetappe im kommenden Jahr findet wie geplant zwischen März und Sommerferien 2019 statt.

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